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Die Wall Street gibt aufgrund der Unsicherheit im Iran-Krieg nach.

Economies.com
2026-03-26 16:45PM UTC

Die wichtigsten Indizes der Wall Street gaben am Donnerstag nach den Gewinnen der vorangegangenen Sitzung nach, da die Anleger angesichts der gemischten Signale aus den USA und dem Iran hinsichtlich der Aussichten auf eine Entspannung der Lage im Nahen Osten vorsichtig blieben.

Der Dow Jones Industrial Average sank um etwa 202 Punkte bzw. 0,45 %, der S&P 500 fiel um 0,77 % und der Nasdaq um 1,05 %.

Ein hochrangiger iranischer Beamter bezeichnete den US-Vorschlag zur Beendigung des fast vierwöchigen Krieges als „einseitig und unfair“ und betonte gleichzeitig, dass der diplomatische Weg trotz des Fehlens eines realistischen Plans für Friedensgespräche noch nicht beendet sei.

Analysten zufolge bleibt die Unsicherheit der Hauptgrund für die Marktvolatilität, da weiterhin unklar ist, ob zwischen Washington und Teheran tatsächlich Verhandlungen stattfinden. Dies führt zu wiederholten Kursschwankungen. Trotzdem zeigen sich die Märkte relativ stabil, da Anleger befürchten, im Falle eines Kriegsendes potenzielle Gewinne zu verpassen.

Technologiewerte belasten den Markt

Technologieaktien gerieten stark unter Druck, der Sektor fiel um etwa 1,2 %, während der Philadelphia Semiconductor Index nach drei Handelstagen mit Kursgewinnen um rund 2,7 % nachgab.

Die Aktien von Meta und Google fielen ebenfalls nach einem Gerichtsurteil im Zusammenhang mit Fällen von Social-Media-Sucht, was den Kommunikationsdienstleistungssektor belastete.

Mit steigenden Ölpreisen steigen auch die Energiekosten.

Im Gegensatz dazu stiegen die Ölpreise um mehr als 4 %, was dazu beitrug, dass der Energiesektor zum leistungsstärksten Sektor innerhalb des S&P 500 wurde.

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung warnte davor, dass eine Eskalation des Konflikts und die Schließung der Straße von Hormus zu einem starken Anstieg der Inflation führen und das globale Wachstum negativ beeinflussen könnten.

Federal Reserve unter Druck

Diese Entwicklungen haben die Zentralbanken, allen voran die US-amerikanische Federal Reserve, in eine schwierige Lage hinsichtlich der Zinssätze gebracht, da die Märkte in diesem Jahr keine Zinssenkungen mehr erwarten, nachdem sie vor dem Krieg noch mit zwei Senkungen gerechnet hatten.

Die Wirtschaftsdaten zeigten einen leichten Anstieg der Anträge auf Arbeitslosenhilfe, was auf eine anhaltende Stärke des Arbeitsmarktes hindeutet und der Federal Reserve Spielraum gibt, ihren aktuellen geldpolitischen Kurs beizubehalten und gleichzeitig die Entwicklungen in der Krise zu beobachten.

Bemerkenswerte Kursbewegungen

Die Aktien von Olaplex stiegen um 51 %, nachdem Henkel der Übernahme des Unternehmens für 1,4 Milliarden Dollar zugestimmt hatte.

Die Aktien von Goldminenunternehmen gaben nach, da die Goldpreise um mehr als 1 % fielen.

Insgesamt überwogen an der New Yorker Börse und der Nasdaq die fallenden Aktien die steigenden, was die vorsichtige Stimmung der Anleger angesichts der anhaltenden geopolitischen Unsicherheit widerspiegelt.

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